Albrecht Kossel
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Wer war Albrecht Kossel?
In diesem Buch wird das Leben eines weltbedeutenden Wissenschaftlers nachgezeichnet. 1853 in Rostock geboren und aufgewachsen, hatte er in Straßburg und Rostock Medizin studiert und seine Neigung für ein damals aufstrebendes Fach, die Physiologische Chemie (Biochemie), entdeckt. Bereits als junger Wissenschaftler konnte Kossel die Basen Guanin, Adenin, Thymin und Cytosin in der Nucleinsäure nachweisen. Wenn wir uns heute das sehr viel später von anderen Forschern entwickelte Modell der DNA anschauen, sind es diese Kosselschen Nucleinbasen, deren Anordnung im Molekülstrang die Erbinformation codiert. Sie bilden das ABC des Lebens.
Für die Entdeckung der Nucleinbasen und weitere bahnbrechende Erkenntnisse über die Eiweißstoffe erhielt Albrecht Kossel 1910 den Nobelpreis.
Die Lebensgeschichte, sein Wirken in Berlin, Marburg und Heidelberg, werden in romanhafter Form geschildert. Es ist eine Zeitreise, die in die glanzvolle Epoche der deutschen Naturwissenschaft vor dem Ersten Weltkrieg führt.
Der berühmte Emil von Behring, Entdecker der Impfseren, sprach 1900 über Kossel in einer Laudatio: „… eine Persönlichkeit, die nur Freunde und Verehrer hat. Alles in allem ein Mann, der jeder Universität zur Zierde gereichen wird.”
Am 30. Oktober 1910, also schon wenige Tage, nachdem die Nobelpreisverleihung bekannt geworden war, stand in der Sonntagsbeilage der Mecklenburgischen Zeitung: „ … so können auch wir als Mecklenburger mit Freude und Stolz auf Albrecht Kossel als uns angehörig sehen und die ihm zu Teil geworden Ehre als auf unser Land mitfallend in Anspruch nehmen.“
1927 schrieb sein Mitarbeiter Siegfried Edlbacher in einem Nachruf: „Aus den primitivsten Anschauungen heraus hat sich harmonisch eine Welt von Begriffen gebildet, die mit großen Zügen den Rahmen ungeahnter Erkenntnisse bilden werden. Ein klassischer Geist weht uns aus dem Ganzen entgegen.
Der Biologe Fritz Kaudewitz ehrte Kossel besonders eindrucksvoll: „Mit ihm ging nicht nur ein großer Wissenschaftler dahin. Ein Mensch, dessen Güte und innere Ausgeglichenheit, dessen Wahrhaftigkeit und Pflichtgefühl schlechthin vollkommen waren, hatte sein Leben vollendet. Denen, die nach ihm kamen und sein Werk weiterführten, mag er als ein leuchtendes Beispiel dafür erschienen sein, wie sehr echte wissenschaftliche Leistung von der seelischen Kraft einer in sich ausgeglichenen großen Persönlichkeit getragen wird.“
Es ist reizvoll, seinem Leben nachzuspüren.
Albrecht Kossel 1917 im Hörsaal des Physiologischen Instituts der Universität Heidelberg
„ … his elucidation of the chemical nature of some building blocks that make up nucleic acids and chromatine has secured immortality for this exceedingly modest and almost shy man.“ DNA Pioneers and Their Legacy, Yale University Press, New Haven and London, 1998, S. 73.
Dieses Buch enstand in den Jahren 2016-2019. Die Gesamtherstellung wurde wieder vom Verlag Koch & Raum, Wismar vorgenommen.
Wie wär es mit einer Leseprobe?
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